International Economic Law

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Kommentierte Link-Liste zur Nahrungsmittelkrise

Juli 4, 2008 · Kommentar schreiben

http://www.sueddeutsche.de/,ra3m1/wirtschaft/artikel/746/184171/

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,563817,00.html

Zwei Berichte über eine Studie der Weltbank, die besagt, dass die Preise für Nahrung nicht aufgrund steigender Nachfrage, sondern wegen der massiven Ausweitung der Bio-Spritproduktion, um 75% weltweit gestiegen sind.

Beispielsweise seien in den USA rund 30% der Anbau-Fläche für Bio-Sprit „missbraucht“. Ein Grund dafür ist die neue Strategie der amerikanischen Regierung, Treibstoffe selber herzustellen, um vom Öl aus den Golfstaaten und anderswo weniger abhängig zu werden.

 

 

http://www.foreignaffairs.org/20070501faessay86305/c-ford-runge-benjamin-senauer/how-biofuels-could-starve-the-poor.html

Der Artikel des Internet-Portals der Foreign Affairs beschreibt das problem ähnlich (How Biofuels Could Starve the Poor).

Hier liegt der Fokus auf dem Problem des Bio-Ethanol-Treibstoffes, während bei uns immer an Raps-Öl gedacht wird.

In den südamerikanischen Ländern hingegen ist Bio-Ethanol als Treibstoff viel weiter verbreitet.

Letztes Jahr z.B. hat VW (ohne hier Werbung machen zu wollen) bereits das 1Millionste Ethanol-Auto in Brasilien hergestellt:

http://de.cars.yahoo.com/20062007/292/million-ethanol-vw-brasilien.html

 

Ein kritischer Kommentar der Monde Diplomatique zu der Rolle der WTO und des IWF in der Nahrungsmittelkrise:

„Brotspekulanten“

http://www.monde-diplomatique.de/pm/2008/05/09.mondeText.artikel,a0009.idx,0

Kernargument des Kommentars ist, dass durch die Exportfixierung der armen Länder die Nahrungsmittelproduktion für den heimischen Markt vernachlässigt wurde. Dadurch sei die Hungerkrise in den armen Ländern verschlimmert worden.

 

Eine Zusammenfassung der Gründe für die Hungerkrise bietet:

http://www.zeit.de/online/2008/23/nahrungsmittelkrise-quittung

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Zeit-Artikel II

Juni 27, 2008 · Kommentar schreiben

Es gibt bei Zeit-online eine Themenseite zur Nahrungsmittel-Problematik.

Erfahrungsgemäß werden die Artikel aus der Print-Ausgabe auch (mit Verzöerung) ins Netz gestellt, folglich könnte hier in ein paar Tagen etwas erscheinen:

http://www.zeit.de/themen/wirtschaft/nahrungskrise/index

Kategorien: Agriculture

Zeit Artikel zu Nahrungsproduktion

Juni 27, 2008 · Kommentar schreiben

Ich möchte gerne auf den wirklich lesenswerten Artikel im Zeit-Dossier der Ausgabe dieser Woche hinweisen.

Dort wird ausgehend von dem Fall eines britischen Eggman (Hühnerzüchters) die Problematik der Spekulation und der Nahrungsproduktion insgesamt dargestellt.

Leider habe ich bei der online-Zeit keinen Link gefunden. –> Print-Ausgabe

Kategorien: Agriculture

Doha-Runde der WTO. Agrarpolitik

Juni 20, 2008 · 1 Kommentar

Die Landwirtschaft spielt für viele Entwicklungsländer eine entscheidende Rolle, und eine Reform der gegenwärtigen Praktiken der Weltagrarhandels ist eine notwendige Bedingung um die Lebensbedingungen der Bevölkerung in den Entwicklungsländer zu verbessern.

EU und die USA benützen unterschiedliche Arten von Exportsubventionen für Agrarprodukte, die die Weltmarktpreis nach unten drücken und den Bauern aus ärmeren Ländern ihre potentiellen Absatzmärkte wegnehmen.

Der Kern der Doha-Verhandlungen in der WTO ist die Forderung der Entwicklungs- und Schwellenländer an die Industrienationen ihre Agrarsubventionen und Agrarschutz weiter zu senken. Die Industrieländer bestehen ihrerseits darauf, dass die Entwicklungsländer die Zölle auf Industrieprodukte reduzieren und damit ihre Märkte öffnen. Zahlreiche Entwicklungsländer weigern sich aber ihre Märkte für Industrieprodukte zu öffnen. EU und USA sind ohne diese Gegenleistung nicht bereit ihren Agrarschutz zu reduzieren.

4. WTO- Ministerkonferenz in Doha 2001

Die Doha-Runde (Doha Development Agenda) wurde im November 2001 in Doha (Golfstaat Katar) während der 4. WTO-Ministerkonferenz eingeleitet.Die Zielsetzung der Doha-Runde auch als Entwicklungsrunde bezeichnet ist die Erweiterung der weltweiten Handelsliberalisierung vor allem eine bessere Eingliederung der Entwicklungsländer in den Welthandel.

5. WTO-Ministerkonferenz in Cancun 2003

Im September 2003 fand in Cancun (Mexiko) die 5. WTO-Ministerkonferenz statt. Hier kam es zu keiner Einigung über das weitere Vorgehen – die Konferenz scheiterte. Ein Grund für das Scheitern war die Änderung der Rolle der Entwicklungsländer. Die Entwicklungs- und Schwellenländer schlossen sich zusammen und bildeten 2 Hauptgruppen, die G-90 und die G-20. Damit hatten sich ca. 90 bzw. 20 Länder gruppiert und standen den Industriestaaten gegenüber.

6. WTO-Ministerkonferenz in Hongkong 2005

Die 6. Konferenz tagte vom 13. bis 15. Dezember 2005 in Hongkong (China) und war gemessen an den vorsichtig gesteckten Zielen ein Erfolg.

Folgende Vereinbarungen wurden getroffen:

vollständiger Abbau der Agrarexportsubventionen der Industrieländer bis 2013

für Baumwolle gilt der Abbau der Exportsubventionen bereits ab 2006

den ärmsten Ländern wird von den Industriestaaten weitgehend quoten- und zollfreier Marktzugang gewährt – nach Vorbild der EU-Initiative „Alles-außer-Waffen“

den Entwicklungsländern wird gleichzeitig mit einem speziellen Programm geholfen ihre Infrastruktur und Kapazitäten zu verbessern.

Während die Entwicklungs- und Schwellenländer von den reichen Ländern weitere deutliche Senkungen der Agrarsubventionen fordern, erwarten die Industrieländer insbesondere von den Schwellenländern (Brasilien, Indien) Angebote für eine Senkung der Zölle auf Industriegüter. Die Entwicklungsländer sehen die Schutzzölle für Industire- und Agrarprodukte aus den Industrieländer als eine Notwendigkeit um eigene Wirtschaft aufbauen zu können, wie es früher die Industrienationen taten.

Seit Sommer 2007 wurden in Bereich der Landwirtschaft substantielle Fortschritte bei technischen Arbeiten erzielt. Bei den grossen Fragen wie Zollreduktion, Handhabung von sensiblen Produkten und Reduktion der Inlandstützung sind noch keine Kompromisse in Sicht.

Kategorien: Agriculture · Subventionen · WTO

EU- Agrarpolitik

Juni 18, 2008 · 1 Kommentar

Agrarpolitik der EU in Reform. EU- Info Deutschland

Die Agrarpolitik gehört zu den Zentralen Aufgabenfeldern europäischer Politik.

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) wurde 1957 im EWG- Vertrag aufgenommen. Die Aufgaben von GAP

· Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion

· Sicherung des angemessenen Einkommens in der Landwirtschaft

· Ausreichende Versorgung der Verbraucher mit landwirtschaftlichen Produkten zu vernünftigen Preisen

· Stabilisierung von Märkten

Die GAP beruht bis heute auf drei Grundsetzen:

· Gemeinsamer Agrarmarkt (freier Warenverkehr in einem einheitlichen Markt)

· Gemeinschaftspräferenz (EU- Produkten wird gegenüber Produkten aus anderen Ländern Vorrang eingeräumt)

· Gemeinschaftliche Finanzierung

Instrument der Gemeinsamen Agrarpolitik war zunächst die Preispolitik. D. h. Garantierte Preise für den Erzeuger ohne Beschränkung der Produktion. Die Preise der Gemeinschaftserzeugnisse lagen dabei meist weit über dem Weltpreis. Damit sie dennoch günstiger als importierte Waren angeboten werden konnten, wurden eingeführte landwirtschaftliche Produkte mit Zöllen oder Abgaben verteuert. Ausfuhrbeihilfen sicherten die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Produkte auf dem Weltmarkt.

Die GAP in der Krise

Die zunehmende Produktivität in der Landwirtschaft führte schließlich zu kostspieliger Überproportion. Für die Landwirte bestand kein Grund, ihre Produktion zu drosseln oder umzustellen. Die Überschüsse, die sie produzierten, wurden auf Kosten der EG eingelagert, aufgekauft oder zu subventionierten Preisen auf dem Weltmarkt verkauft.

Vor allem die Lagerung von Überschüssen und die Finanzierung von Exportsubventionen belasteten den Haushalt trotz kostendämpfender Maßnahmen zunehmend. So betrug der Agrarhaushalt 1922 rund 58% des Gesamthaushaltes der EU.

Auch die dauerhafte Überbeanspruchung des Bodens durch Dünge- und Schädigungsbekämpfungsmittel zwang zum Umdenken. Außerdem forderten viele Handelspartner der EU die Öffnung der EU- Agrarmärkte.

Die Agrarreform von 1992

Zentraler Punkt der Reform: Die Mitgliedstaaten entschieden sich für erhebliche Preissenkungen bei Getreide und Rindfleisch. Die Interventionspreise wurden in drei Schritten zurückgeführt.

· Sicherung des Einkommens der Landwirte durch das System der Direktzahlungen. Die eingetretenen Einkommensverluste der Betriebe werden seither verstärkt durch direkte Einkommensbeihilfe ausgeglichen.

· Förderung der Stilllegung von Nutzflächen zur Entlastung des Marktes. Das Einkommen der Landwirte ist nicht mehr so sehr produktionsabhängig, kein Anreiz zur Überproduktion. Durch ein Prämiensystem soll zusätzlich die Flächenstilllegung und die extensive, diversifizierte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen belohnt werden.

· Zunehmende Förderung einer umweltfreundlichen Landwirtschaft. Die Pflege der Kulturlandschaft zählt zu den Aufgaben der Agrarpolitik.

Die Agrarreform von 2003

Zentraler Punkt der Reform:

Eine Entkoppelung von Produktion und Primärzahlungen. Für die Landwirte geht es jetzt nicht mehr darum möglichst viel Getreide zu produzieren oder Tiere zu halten. Stattdessen wird ein mengenunabhängiges Fördersystem aufgebaut.

Die ländliche Entwicklung hat sich seit 2000 als zweite Säule neben der klassischen Agrarpolitik mit ihren Produktionsbeihilfen etabliert. Die Programme zielen darauf, Erwerbszweige neben der Landwirtschaft zu fördern, wie Toutismus, die Verarbeitung von Lebensmitteln oder der Umweltschutz.

Leitprinzipien, auf die sich die EU- Minister im Juni 2003 geeinigt haben:

Entkopplung: ab spätestens 2007 bekommen die Bauern bezogen auf die Jahre 2000 bis 2002 nur noch eine Prämie, völlig unabhängig davon, wie viel und was sie künftig produzieren.

Modulation: die EU will ihre ländliche, oft strukturschwachen Regionen mehr fördern. Mit gezielter Unterstützung von 2005 an für Landschafts-, Tier-, und Umweltschutzprogramme und Tourismus sollen die Arbeitsplätze geschaffen werden und Landflucht gestoppt werden.

Cross Compliance: Die volle Auszahlung der Prämie wird von der Erfüllung gesetzlich vorgeschriebener Tier-, Umwelt-, und Arbeitsschutzmassnahmen abhängig gemacht.

Finanzdisziplin: die Obergrenze der Agrarausgaben ist durch einen Gipfelbeschluss schon bis 2013 festgeschrieben. Bei finanziellen Engpassen kann in bestimmten Bereichen wie die Anbau von Oliven, Baumwolle oder Tabak zur Prämienkürzungen kommen.

Reform des Milch- und Getreidemarktes: Die Getreidepreise bleiben unverändert, bei der Absenkung der garantierten Stützpreise bei Milch soll die Kommission starke Abstriche machen, vor allem auf Druck Frankreichs.

WTO/DOHA-Runde

Die EU steht in der laufenden Welthandelsrunde unter massiven Druck, ihre direkten, also an die Produktion gebundenen Beihilfen um mindestens die Hälfte zu senken. Sie beeinflussen die Produktionsentscheidungen der EU- Landwirte und verzerren deshalb den Handel. Die EU lehnte Forderungen der Entwicklungsländer nach einem drastischen Abbau der Agrarbeihilfe weiter ab, stimmte aber zu, zum Ende der EU- Finanzperiode 2006-2013 ihre Agrarexportsubventionen ablaufen zu lassen (in der 6. Ministerkonferenz vom 13. bis 18. Dezember 2005 in Hong Kong). Z. B. könnten einheimische Landwirte mit ihren Milchpreisen nicht gegenüber dem Preis des aus der EU eingeführten Milchpulvers konkurrieren.


Kategorien: Agriculture · EU

Agrarsubventionen der EU – Wer profitiert?

Mai 28, 2008 · Kommentar schreiben

Die europäische Union gibt jährlich ca. 50 Milliarden Euro, beziehungsweise 50% des Haushaltes für den Agrarsektor aus. Diese Auszahlungen sind unter anderem Direktzahlungen, marktbezogene Hilfen oder Exporterstattungen.

Deutsche Landwirte erhalten ca. 6 Milliarden Euro pro Jahr, wobei 0,5% der Empfänger über 300.000 Euro, 70% jedoch nur bis 10.000 Euro erhalten. Dies benachteiligt kleinere Betriebe, da rationalisierte Großbetriebe pro Landwirt mehr Fläche bewirtschaften können. So bekommt im Schnitt ein Landwirt eines Großbetriebes bis zu 130.000 Euro pro Kopf an Direkthilfe, wobei es bei einem Kleinbetrieb nur ein Bruchteil dieses ist.

Was passiert eurer Meinung nach, wenn die Direktzahlungen in Deutschland so weiter ausbezahlt werden? Ist eine rationalisierte Landwirtschaft auf Subventionen angewiesen? Seid ihr bereit, höhere Preise für Lebensmittel zu bezahlen, die es ohne die Direktzahlungen der EU geben wird?

Mein Blogthema „Agrarsubventionen“ soll voraussichtlich so aufgebaut werden:

- Die Geschichte der europäischen Agrarpolitik

- Die genaue Aufschlüsselung der Direktzahlungen

- Wie verhält es sich mit den Exporterstattungen?

- Was sind marktorientierte Hilfen?

- Warum sind die Diskussionen des Agrarsektors so emotional?

Kategorien: Agriculture · EU
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Agrarpolitik

Mai 6, 2008 · Kommentar schreiben

ein kleiner Vorgeschmack zum Thema Agrarpolitik Global

http://www.we-feed-the-world.at/

http://www.essen-global.de/

Kategorien: Agriculture
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