International Economic Law

Beiträge vom April 2008

Hedge Funds

April 29, 2008 · 1 Kommentar

Nach und nach veröffentlichen die Banken und Unternehmen ihre Quartalszahlen, dabei wird eins klar, die US-Hypothekenkrise ist weiterhin im vollen Gange. Verluste und Abschreibungen in Milliarden Höhe und kein Ende in Sicht. Demnach könnten sich nach einer Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) der Gesamtschaden der Hypothekenkrise auf fast eine Billionen Dollar (ca. 640 Mrd. Euro) belaufen. Existenzen und Arbeitsplätze wurden zerstört bzw. sind weiterhin in Gefahr.

Was haben nun aber Hedge Funds mit der Hypothekenkrise zu tun? Um diesen Zusammenhang herzustellen ist es notwendig zu wissen, was ein Hedge Fund überhaupt ist, wie er aufgebaut ist und was seine Chancen und Risiken sind. In meinem 1. Blogeintrag möchte ich jedoch erst einmal auf die Geschichte des Hedge Fond kommen.

1. Historie: Die Geburtsstunde des Hedge Fund wird auf das Jahr 1949 datiert und dem Amerikaner Alfred Winslow Jones zugesprochen, der damals angeblich den ersten Hedge Fund gegründet und gemanaged haben soll. Anfangs wurde Hedge Funds wenig Aufmerksamkeit geschenkt, was sich allerdings mit dem Artikel der Zeitschrift Fortune im Jahre 1966 änderte, welcher die überdurchschnittlichen Erfolge von Jones’s Hedge Funds aufzeigte. Der große öffentliche Durchbruch dieser Anlageklasse gelang jedoch erst durch einen weiteren Zeitungsartikel des Institutional Investor Magazins. In dem 1986 veröffentlichten Artikel wurde berichtet, dass der, als heute legendär geltende, „Tiger Hedge Fund seit 1980 eine Rendite von durchschnittlich 43% p.a. erwirtschaft hatte (bis 1998 ≈32% p.a.). Zuletzt waren es jedoch eher Negativ-Schlagezeilen die Hedge Funds in die Presse brachten: z.B. der Crash des LTCM Hedge Fund 1998 und die Schließung zweier Hedge Funds von Bear Stearns im vergangenen Sommer im Zusammenhang mit der Subprime-Krise. Diese Hedge Funds versenkten innerhalb kürzester Zeit Milliarden von Dollar.

Zum Einstieg soll klar werden, dass Hedge Funds die Eigenschaft einer hohen Volatilität aufweisen. Auf der einen Seite, Renditen von über 20% p.a., von denen festverzinsliche Papiere, Geldmarkt- und Immobilienfonds nur träumen können. Die Kehrseite der Medaille zeigt jedoch auch ein hohes Risiko eines Totalverlustes, wie zuletzt eben Bear Stearns, das sogar zur Insolvenz bzw. Veräußerung führen kann.

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„Club de Paris“ – Internationale Umschuldungsregime – Eine Einführung

April 27, 2008 · 5 Kommentare

Das Thema, das ich in meinen Beiträgen in diesem Blog hauptsächlich behandeln werde, ist der sog. „Club de Paris“. Diese Institution gehört zu den Umschuldungsregimen, mit denen ich mich bei Gelegenheit auch befassen möchte.

Im Folgenden möchte ich dieses Regime kurz vorstellen und auf die Umschuldungsproblematik von Entwicklungsstaaten im Allgemeinen eingehen.

Der „Club de Paris“ ist ein internationales Gremium, welches – wie der Name vermuten lässt – in Paris beheimatet ist. Es ist zusammengesetzt aus einigen Geberländern, die ihre Strategie in Bezug auf die Schuldentilgung abgleichen möchten. Da viele Nehmerländer Schulden bei verschiedensten Kreditgebern haben – darunter Staaten, Internationalen Organisationen und privaten Geldgebern – erscheint es sinnvoll, dass die Geldgeber sich koordinieren, um eine Schuldentilgung für alle Geldgeber zu gewährleisten.

Oftmals können die Schuldner nicht die gesamten Schulden + Zinsen zurückzahlen. Dies führte in der Vergangenheit (und auch noch heute) oftmals dazu, dass einige Geldgeber, den Betrag, den sie verliehen haben, zurückerhalten, andere dagegen völlige oder teilweise Ausfälle in der Schuldenrückzahlung zu verbuchen haben. Die Intention von Gremien, wie dem Pariser Club ist es nun durch eine Koordination der Schuldenansprüche ein Optimum für alle Geberländer zu erreichen, sowie Transparenz sowohl für die Geber- als auch für die Nehmerländer zu schaffen.

Die Geburtsstunde des „Club de Paris“ ist 1956 als Argentinien als Nehmerland einige seiner Kreditgeber in Paris getroffen hat. Dieses Treffen hat dem Pariser Club auch seinen Namen verliehen – bis heute tagen die Mitglieder des Gremiums in Paris.

Die Mitglieder des Clubs können in zwei Kategorien aufgeteilt werden. Zunächst ist allerdings zu bemerken, dass ausschließlich Staaten Mitglieder des Gremiums sind – das bedeutet natürlich, dass eine Koordination bezüglich der Schuldenpolitik nur zwischen Staaten erfolgen kann.

Es gibt zum einen Staaten, die ständige Mitglieder des Pariser Clubs sind. Diese Gruppe von insgesamt 19 Staaten besteht vor allem aus Industrienationen Westeuropas und Nordamerikas. Zudem gehört Japan und auch Russland dieser Gruppe an.

Zum anderen gibt es eine zweite Gruppe von Staaten, die sich teilweise im „Club de Paris“ als Geberländer engagiert. Zu dieser Gruppe gehören 13 Staaten aus allen Erdteilen, die sich in bestimmten Fällen mit den ständigen Mitgliedern des Clubs koordiniert haben, um ihre Schuldenansprüche geltend zu machen.

Zur legalen Basis des Gremiums:

Der „Club de Paris“ ist kein offizielles zwischenstaatliches Gremium, welches rechtlich verbindliche Entscheidungen treffen kann. Dagegen kann er als Gremium ausschließlich Empfehlungen aussprechen. Da die Koordination von Schuldenansprüchen den Geberländern allerdings Vorteile bringt – so erhalten sie (zumindest in der Theorie) mehr Geld zurück als durch alleiniges Handeln, welches zu einer Konkurrenz führen würde – ist eine gewisse Akzeptanz der Entscheidungen des Gremiums gegeben. Dazu hat der „Club de Paris“ auch einige Prinzipien aufgestellt, nach denen im Gremium gehandelt werden soll (diese Prinzipien werde ich in einem späteren Blogeintrag genauer vorstellen).

Zu diesen Prinzipien gehören z.B., dass im Gremium per Konsens entschieden wird und dass jeder Fall einzeln betrachtet wird, um den Eigenheiten der Schuldnerländer gerecht zu werden.

Abschließend möchte ich noch einige Fragen aufwerfen, die mich dazu bewogen haben dieses Thema zu wählen. Auf eine Beantwortung verzichte ich erstmal, da ich zum einen noch gar keine Antworten geben kann, zum anderen natürlich auch noch ein paar mal bloggen möchte und außerdem möglicherweise eine Diskussion zu den Fragen hier entstehen könnte. ;-)

  • Ist eine wirkliche Koordination der Kreditgeber durch den „Club de Paris“ vorhanden? Schließlich sind ausschließlich Geberländer in diesem Gremium vertreten.
  • Besteht eher eine Koordination oder eine Konkurrenz zwischen verschiedenen Kreditgeber-Gremien, so z.B. dem „Club de Paris“ und dem „Londoner Club“?
  • Ist eine Koordination von Kreditgebern für die Schuldner eher von Vorteil oder erhöht sich der Druck auf diese eher noch durch eine Koordination der Kreditgeber?


Und jetzt noch zum Schluss die „delikate“ Frage:

  • Haben die Schuldnerländer in absehbarer Zeit überhaupt die Möglichkeit ihre Schuldenberge effektiv abzubauen oder befinden sie sich in einer nie endenden Schuldenfalle?

Wer weitere Informationen zum „Club de Paris“ haben möchte, den kann ich nur auf die Website des Gremiums verweisen:

http://www.clubdeparis.org/

Alle Informationen, die ich in diesem Eintrag verwendet habe, stammen von dieser Website. Da es sich um die offizielle Website des Gremiums handelt, sind wirklich kritische Beiträge zur Schuldenproblematik auf dieser Website allerdings nicht zu finden. ;-)

Logo des Club de Paris

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Zwischenstand bei den Anmeldungen

April 26, 2008 · Kommentar schreiben

Bis jetzt haben sich 17 TeilnehmerInnen als Autoren angemeldet. Es fehlen also noch ein paar. Bitte registriert Euch bald.

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Wie kann ein Beitrag aussehen?

April 25, 2008 · Kommentar schreiben

hier ist ein sehr gutes Beispiel eines Eintrags zu internationalem Recht von Kenneth Law (hier). Als Anschauungsbeispiel, wie ein Blogeintrag verfasst sein kann.

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Blogging in der Übung

April 23, 2008 · Kommentar schreiben

Nachdem nun alle Einladungen zur Registrierung bei WordPress verschickt sind, möchte ich versuchen, Unsicherheiten und Fragen auszuräumen.

Zu allererst was ist ein Blog?

Das ist ein auf einer Webseite geführtes und damit öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal. Häufig ist ein Blog „endlos“, d. h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umbrochen wird. Es handelt sich damit zwar um eine Website, die aber im Idealfall nur eine Inhaltsebene umfasst. Ein Blog ist ein für den Herausgeber („Blogger“) und seine Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Dieser Auszug und weitere Infos findet ihr auf folgendem Wikipedia-Eintrag (link).

Wozu wollen wir Ihn verwenden?

Zum Sammeln und gegenseitigen Austausch von Informationen, Gedanken und Meinungen zu Globalem Wirtschaftsrecht im Allgemeinen und zu den jeweils zugeordneten Themen. Blogs sind ein Kommunikationsmedium. Das heißt wir sollten einmal täglich die Seite unseres Blogs besuchen, die neuen Einträge lesen, kommentieren oder einen eigenen Beitrag veröffentlichen.

Wer darf was schreiben?

Jeder darf zu allem schreiben und kommentieren. Die festgelegten Themen sind keine exklusiven Themen, sie sind eine Verteilung von Verantwortlichkeiten für die Pflege und die kontinuierliche Auseinandersetzung mit einem spezifischen Themen von Interesse während des Seminar. In der Offline-Welt könnte jeder zu seinem Thema ein Recherche-Paper abfassen. Wir verlagern das ganze und zeigen auch noch den Weg der Recherche auf oder die unterschiedlichen Richtungen in einem Thema. Beiträge verfassen kann jeder, der sich für die Übung angemeldet hat. Für die Kommentare gibt es im Moment noch keine Beschränkung, sie können von jedem Besucher abgegeben werden.

Wie soll ich nun vorgehen, wenn ich ein Thema habe?

Das ist in erster Linie jeder/m ihre/seine Sache. Ein guter Einstieg könnte eine Definition des Begriffs sein oder ein Aufriss der allgemeinen Problematik, auf jeden Fall sollte geklärt werden, worin der Bezug zum Völkerrecht und speziell zum Internationalen/Globalen Wirtschaftsvölkerrecht liegt. Unter anderem kann auch ein aktuelles Ereignis, der aktuelle Forschungsstand, die Literatur zu einem Thema oder eine Begründung für das eigene Interesse an einem Thema ein guter Einstieg in das Thema bilden.

Was kann / soll / muss ich bloggen?

Bloggen ist die Tätigkeit des Schreibens eines Beitrags in einem Blog. Somit ist jeder von uns ein Blogger. Aber was soll in den Eintrag hinein?

Keine seitenlangen Beiträge, aber auch nicht nur Kurzbeiträge und Links. Beispielsweise kann auf einen Zeitungsartikel oder eine andere Seite verwiesen werden, dann wäre eine Kurzzusammenfassung als Eintrag an deren Ende der Link steht, sinnvoll. Außerdem soll es eigenständig verfasste Beiträge geben, in denen Positionen oder Definition aufgeschrieben werden. Über die Länge ist es schwer Aussagen zu treffen, das wird sich im Laufe der Zeit ergeben.

Jeder sollte ungefähr einen Beitrag pro Woche mindestens veröffentlichen.

Fragen, Anmerkungen etc. einfach als Kommentar schreiben.

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Der Blog zur Übung

April 21, 2008 · Kommentar schreiben

Hier entsteht unser Blog zur Übung Globales Wirtschaftsrecht im Sommersemester 2008.

Bald mehr.

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